Die Dreherkrankheit


Vor allem betroffen von dieser Krankheit sind Agaporniden, Singsittiche, Nymphensittiche und auch alle Neophemen.
Als Nichtpapageien auch die Finkenarten wobei Kanarienvögel als Finkenkreuzungen ebenfalls gefährdet sind.
Diese Krankheit, eine Virenerkrankung hervorgerufen durch ein Paramyxovirus (PMV-3), wird vor allem durch den Handel von kranken Vögeln, bei denen die Krankheit noch nicht ausgebrochen ist, übertragen.
Die Vögel sind selber noch nicht krank, scheiden jedoch Viren aus.
Diese Viren werden über Kropfsekrete, Augenflüssigkeiten und auch Kot übertragen.
Aufgenommen werden die Viren über Atmung und Verdauung. Dabei verbreiten sich die Viren im Körper
und befallen die Organe, besonders aber den Pankreas und das Zentrale Nervensystem, kurz ZNS genannt.
Als erste Symptome sind leichte Bewegungsstörungen und auch Unsicherheiten im normalen Verhalten zu sehen.
Einige Tage später entstehen zentralnervöse Störungen mit den gefürchteten Kreisbewegungen,
Schiefhaltung und/oder extremes Strecken des Kopfes und Flugunfähigkeit.
Oftmals sieht man ein Zittern des Kopfes, das durch Aufregung stärker wird.
Ebenso sind Lähmungserscheinungen recht häufig. Um dem Vogel fressen und trinken möglich zu machen müssen
Futter und Wasser in direkter Reichweite stehen. Der Kot kann sich hell zu weißgelb verfärben.
Bei sehr guter Versorgung können die kranken Vögel noch Wochen leben.
Die Symptome des zentralen Nervensystems sind lange anhaltend und die Sterbensrate ist hoch.
Eine Diagnose kann durch die beobachteten Symptome und durch Kropf- und Kloakenabstriche gestellt werden.
Auch wenn ein Neuzugang hinzugekommen ist, kann das ein Hinweis sein. Denn auch Vögel ohne Krankheitsanzeichen können Viren ausscheiden. Bedauerlicherweise gibt es keine erfolgreichen Behandlungsmethoden.
Man kann die Vögel mit Vitaminen, Antibiotika und Elektrolyten eine Zeitlang am Leben erhalten, mehr nicht.
Vorbeugend kann man einen kleinen Teilerfolg mit dem Mittel Trituren zur teilweisen Immunisierung erreichen.
Dieses Mittel wird allgemein in der Putenzucht angewandt.

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