PBFD

Schnabel- und Federkrankheit bei Papageien und Sittichen


PBFD ist weltweit vertreten.
Verursacher der Krankheit ist ein sogenanntes Circovirus. Erkennbar an Wachstumsstörungen des Schnabels, der Federn und der Krallen.
Bis jetzt hat man diese Krankheit bei mindestens 42 Papageien- und Sitticharten festgestellt.
Infizierte Vögel verbreiten das Virus mit dem Federstaub, durch den Kot und beim Füttern von Jungen oder Partnern. Daher können Nestlinge direkt von den Elterntieren angesteckt werden.
Ungefähr drei bis vier Wochen nach der Ansteckung bei Jungvögeln oder auch nach einigen Monaten bei erwachsenen Vögeln werden hornhaltige Körperteile, die Haut und das Immunsystem befallen.
Dadurch sterben Gewebeteile ab, auch z.B. an der Bürzeldrüse. Durch den Befall des Thymus wird das Immunsystem schwer geschädigt.
Vögel im Alter von bis zu drei Jahren sind am häufigsten gefährdet.
Bei älteren Vögeln kann es geschehen daß die Infektion mit dem Virus ohne äußerliche Erkrankung passiert. Trotzdem ist der Vogel dann infektiös und kann andere Vögel anstecken.
Beim Krankheitsverlauf wird zwischen chronisch und akut unterschieden.
Die akute Erkrankung ist hauptsächlich bei Jungvögeln zu beobachten, diese sterben nach wenigen Wochen.
Dabei sind Schnabelveränderungen nicht erkennbar. Nur die herauswachsenden Federn sind brüchig, fallen aus oder entwickeln sich nicht richtig. Hinzu kommen allgemeinere Anzeichen die sich in Durchfall oder Erbrechen mit verbundenem Appetitmangel und insgesamter Schwäche zeigen. Bedauerlicherwiese endet die Infektion bei Jungvögeln fast immer tödlich.
Ist die Infektion chronisch,
auch das kann ab einem Alter von einem halben Jahr geschehen, so steigert sich der Verlauf von Mauser zu Mauser. Zuerst werden die Daunenfedern befallen. Dadurch "staubt" der Vogel sehr viel stärker. Später werden dann auch die großen Federn zusehends zerstört.
Um von Rupfern zu unterscheiden ist zu beobachten daß die Federn auch am Kopf ausfallen bzw. abbrechen.
Der Federverlust geschieht ohne Juckreiz, das läßt dann den Verdacht auf PBFD zu.
Erst wenn die Krankheit weiter fortschreitet zeigen sich Änderungen an Krallen und Schnabel. Der Schnabel und die Krallen wachsen viel schneller als normal, sind aber brüchig.
Durch sorgsames Schneiden von Schnabel und Krallen kann man entgegenwirken. Obwohl der Vogel "nackt" wird kann er möglicherwiese noch ein paar Jahre leben.
Allerdings ist die Gefahr groß durch das geschädigte Immunsystem an einer anderen Krankheit zu sterben.
Genau läßt sich PBFD durch eine Blutuntersucheng auf Antikörper feststellen. Mit der Einschränkung daß bei chronischer Erkrankung die Virenzahl zu gering sein kann, sicher ist ein solcher Test also nicht.
Behandeln kann man nur sehr wenig.
Das Immunsystem stützen, Krallen und Schnabel schneiden und sehr viel Vitamin A ist alles was machbar ist.
Eine Heilung ist bisher nicht möglich, auch gibt es keine Impfung da es nach meinem Wissen noch nicht möglich war das Virus isoliert im Labor zu züchten.

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