Insgesamt sind ungefähr fünfzehn Arten von
auf die Arten spezialisierten Pockenviren bekannt.
Bei Papageien sind es unterschiedliche, bei Wellensittichen der Virus Avipox
melopsittacus.
Insbesondere die Welli´s sowie Amazonen und Ara´s sind gefährdet,
andere Papageienvögel weniger.
Infiziert werden die Vögel wie immer über den Kontakt mit schon
kranken Tieren. Aber auch durch das Trink- und Badewasser, verseuchtes Futter,
herumliegende, abgefallene Hautschuppen, die Schleimhäute und natürlich
Staub werden die Pocken übertragen.
Eine Infektion ist nur schwer unter Kontrolle zu bekommen da die Pockenviren
einige Monate in der Umwelt überleben.
Hinzu kommt daß vorhandene Milben, Federlinge und Stechmücken/
Moskitos das Virus ebenfalls übertragen.
Hier kann nur eine wirklich umfassende Desinfektion helfen.
Wie erkenne ich eine Pockeninfektion?
Es gibt zwei Arten der Infektion, die der Haut und die der Schleimhäute.
Bei den psittaformen Vögeln, also Papageien und Sittichen trifft in
aller Regel beides zusammen.
Anzeichen auf der Haut sieht man an Hautveränderungen mit Krustenbildung,
gelblich gefärbt. Diese treten hauptsächlich an den Augen und
der Schnabelumgebung auf.
Auch die Beine sowie die Federkiele zeigen oftmals solche Veränderungen,
diese können auch krebsartiges Aussehen haben.
Im Schnabel erkennt man Beläge auf den Schleimhäuten, diese sind
gelblich bis weißlich gefärbt.
Sollten also Bindehautentzündung, Beläge im Schnabel und der
Nase sowie Pusteln auf der Haut gemeinsam auftreten ist von einer Pockeninfektion
auszugehen.
Soweit nur die Haut betroffen ist geht die Infektion meist ohne Komplikationen
aus, innerhalb von bis zu drei Wochen ist es überstanden.
Werden auch Schnabel und Schleimhäute befallen sieht es leider anders
aus, hier kommt es zu vielen Todesfällen.
Durch Notimpfungen kann man möglicherweise einen Teilerfolg in der
Bekämpfung der Pocken erreichen, trotzdem ist es immer noch lebensgefährlich
für die Vögel, da es Viren sind können keine Antibiotika eingesetzt
werden.